Darmpilz
Wenn der Darm von Pilzen wie Candida besiedelt ist, ist die Rede von Darmpilz. Diese Hefepilze setzen sich auf die Darmschleimhaut
und können auch durch die Schleimhäute eindringen. Candida ist für Blähungen und weitere Gärungsprozesse verantwortlich. Durch den
Darmpilz können latente entzündliche Vorgänge entstehen und die Freisetzung von Gewebehormonen. Hierin kann oft die Ursache für
Übergewicht gefunden werden, da die Gewebehormone den Fettabbau behindern. Auch Autoimmunerkrankungen und Abwehrschwäche,
Nahrungsdefizite und Schlappheit können dadurch bedingt sein. Der Darmpilz frisst die Mikronährstoffe auf und es entstehen Pilzgifte,
die die Ursachen für Hautausschläge und erhöhte Leberwerte sein können. Pilzabtötende Mittel sind wenig empfehlenswert, da sie an
den Ursachen des Darmpilzbefalls nichts verändern können.
Die ausleitenden Therapien wie die
Colon-Hydro-Therapie oder das
Heilfasten können helfen. Gegen den Darmpilz hilft auch eine
Milieuverschlechterung für den Pilz und die Milieuverbesserung für die Darmbakterien. Die Darmflora kann ebenso wie das
Immunsystem neu aufgebaut werden, um einen zukünftigen Pilzbefall zu verhindern. Weißzucker muss reduziert werden. Für eine
Zeit von 6 Wochen sollte Industriezucker gemieden werden. Das betrifft zuckerhaltige Getränke und Speisen.
Frische Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch oder Lauch verfeinern nicht nur das Essen, sie helfen auch durch ihre ätherischen Öle,
die Pilze zu hemmen oder abzutöten. Milchprodukte mit einem hohen Prozentsatz an rechtsdrehender Milchsäure aus dem Reformhaus
unterstützen die Darmflora beim Wiederaufbau und stärken das Immunsystem. Zweimal Fisch in der Woche bringt die wertvollen
Omega 3 Fettsäuren, die helfen, die Entzündungen zu lindern. Fruchtzuckerarme Obstsorten sollten zweimal am Tag gegessen
werden. Birnen, Bananen, Trauben, Pflaumen sind nicht geeignet, denn sie besitzen zu viel Fruchtzucker und würden den
Darmpilzen sehr gut schmecken. Geeignete Nahrungsmittel sind Buchweizen, Sonnenblumenkerne, Quinoa, Hirse und Amaranth
und auch mageres Fleisch liefern wertvolles Eisen, das das Immunsystem unterstützt.
Bei geschwächten Personen kommt die Ausbreitung des Darmpilzes erheblich öfter vor als bei Menschen mit einem gestärkten
Immunsystem. Patienten, die Chemotherapie- oder Cortisonbehandlungen durchmachen oder Diabetes oder Arthritis behandeln,
leiden sehr viel schneller unter der Pilzerkrankung. Ebenso betrifft die Pilzerkrankung Menschen, deren Immunsystem durch
Schwermetallbelastungen oder Antibiotikagaben und Umweltschäden geschwächt ist. Auch andauernder Weißmehl- oder Zuckerkonsum
begünstigt den Darmpilz und die damit hervorgerufenen
Blähungen.